Gast ich weiß ja nicht wie du fährst. Aber wir mußten unseren Free noch nie um die Kurven tragen. Im Gegenteil, er liegt super in den Kurven. Aber dazu muß man auch fahren können. Vielleicht solltest du mal ein Fahrtraining machen, da lernt man sich und sein Fahrzeug kennen.


Auf glatten Oberflaechen (Kies, Schotter, Wasser, Matsch, Schneedecke) neigt zumindest der 2WD EXTREM schnell zum Uebersteuern!!!
Es gibt natuerlich verschiedene Ansichten, grade was Unter- und Uebersteuern angeht.
Klar ist wohl, dass sicherheitstechnisch gesehen ein untersteuerndes Auto fuer die allermeisten Autofahrer die bessere Wahl ist: In Zeiten von ABS hat man beim Kontrollverlust auch als ungeuebter Laie immerhin noch eine einigermassen realistische Restchance, den unvermeidlichen "Einschlagort" des Fontralaufpralls - immerhin noch mit der groessten Knautschzone des Autos direkt vor einem! - zu "steuern".
Beim Uebersteuern kann das ESP und ABS nur in deutlich geringerem Grad helfen - Ist das Heck erstmal aus der noch kontrollierbaren Drift (was ggf. uebrigens auch Gasgeben beinhaltet!) raus und hat das Auto sich erstmal "querstellt", kannst du genau gar nichts mehr machen - und da ist auch das Risiko sehr gross, dass du genau im gefaehrdeten Tuerbereich irgendwo einschlaegst

Ich persoenlich bevorzuge leicht(!!!) uebersteuernde Autos.
Man bekommt als Fahrer sehr schnell mit, wenn man in den "Grenzbereich" kommt - und in den meisten Faellen reicht es aus, einfach nur das Gas wegzunehmen, um das Auto nach einer kontrollierten Drift wieder zu stabilisieren; auch das ESP funktioniert dort noch vernuenftig. Gleichzeitig ist die Grenze zum "unkontrollierten Abgang" auch noch so gross, dass man noch keine Angst davor haben muss 
Aber nun zurueck zum Freemont:
Die Kiste ist ziemlich gross und ziemlich schwer, das meiste Gewicht liegt vorne.
Davon ab, dass man fuer ein solch grosses Auto auf normalen Strassen meist gar nicht den Platz fuer eine kontrollierte Drift hat, ist die genau diese "Uebergangszone" zwischen "normalen Fahren" und "unkontrollierten Abgang" quasi nicht vorhanden - wenn das Heck abhaut, dann auch leider richtig
Und selbst auf einer nur leicht kurvigen Schotterpiste kommt dieses Auto teilweise schon bei 40-50 kmh ins Driften - und ich finde daher immer noch, dass das eine extrem schlechte Kurvenleistung ist! (60-70 sollten da durchaus drin sein....
)
(Ich ueberlege mir ernsthaft, ob ich mir zum Winter hin nicht noch einmal 3-4 Saecke Zement in den Kofferraum legen sollte?!?)
Da braucht man sich eigentlich nichts gross schoenzureden:
Der Freemont ist urspruenglich immer noch ein amerikanischer (Klein-)Wagen, der dafuer gebaut wurde, mit einer (Klein-)Familie moeglichst komfortabelt ueber einen laengeren Zeitraum bei genau konstant 65-75mph (=100-120 kmh) auf dem Highway durch die Gegend zu shippern... Auf langen (und relativ graden
) Entfernungen gesehen ist der Freemont auch einfach nur unschlagbar - wir sind selbst grade in der Letzen Woche mal wieder fast 3000km durch die BRD "geschlichen" und haben genau diesen Komfort einfach nur genossen
Fuer Innenstaedte, aeltere Parkhaueser, Parkplaetze allgemein, kurze Fahrten zum Einkaufen, Faehren, Winterbetrieb (=Heizung!) und kurvige Nebenstrecken ist dagegen der Freemont meiner Meinung nach wahrscheinlich das am wenigsten geeignete Auto, was man ueberhaupt haben kann 
Ich bin daher sehr gespannt, wie sich "unser Neuer" (Komischerweise hat meine Frau dem noch keinen Namen gegeben
) sich auf Dauer bewaehrt
Wenn meine Frau grade nicht zur Arbeit muss und der da einfach so direkt vor der Tuer rumsteht, fahre ich den grade auf Kurzstrecken auch mal sehr gerne...
Der Spritverbrauch ist zur Zeit leider noch relativ hoch (ca. 5,5l - wir haben aber auch grade erst ca. 1000km runter? - Einfahrzeit?!?), aber die laufenden Kosten sind fast schon unschlagbar niedrig 