Natürlich ist mir klar, dass ich mit solch einem Kommentar polarisiere, vor allem in einem Auto-Forum. Ich habe auch dazu gesagt, dass ich mich an der Tanke selbstverständlich auch freue, wenn ich weniger zahlen muss, denn ich habe auch nicht den berühmten Goldesel im Keller (sonst würde ich vermutlich keinen Freemont Diesel fahren *hüstel*). Und ich werde nicht auf ein Elektroauto umsteigen, wenn es nicht ähnlich attraktiv ist (auch finanziell) wie ein Auto mit Verbrennungsmotor, so grün im Geiste bion ich dann auch nicht. Trotzdem sollte der Druck auf die Industrie hoch bleiben, die Alternativen weiter zu entwickeln. Dauerhaft niedrige Spritpreise sind vor diesem Hintergrund contraproduktiv. Und auch der Endverbraucher (also auch ich) werden erst auf Alternativen umsteigen, wenn es sich lohnt. Und ja, da ist es manchmal erforderlich den Leidensdruck auf den Endverbraucher hoch zu halten, denn der entscheidet letztlich was er kauft und die Industrie produziert, was nachgefragt wird. Heißt: Auch wenn ich pesönlich immer dann tanke, wenn es am günstigsten ist bin ich mittelfristig für hohe Spritpreise - nur so bekommen wir alle den Umstieg hin.
Klar Canelupo, der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland liegt noch unter 20% (kaum Wasserkraft, wenig Sonne, viele Einwohner). Aber 2005 lag er noch bei 5%. Schon klar, dass wir da noch 'ne Weile dran arbeiten müssen (z.B. über mehr dezentrale Strom- und Wärmeversorgung etc.), so was ist nicht in ein paar Jahren gemacht. Aber es ist wie immer: Wenn man nicht irgendwann anfängt, wird man nie fertig...